Systemvoraussetzungen B2B by Practice

Auf dieser Seite finden sich Richtlinien bzgl. Systemvoraussetzungen an eine Installation der B2B by Practice. Einiges sind keine konkreten Installationsempfehlungen, sondern sollen eine Idee geben, in welcher IT-Landschaft eine B2B betrieben werden kann. Zusätzlich werden einige Mindestanforderungen genannt.

Verwandte Themen in der Dokumentation:

Java

Java-Version

Es wird empfohlen, eine aktuelle Version von Java 8 zu verwenden.

Link: Welche Java-Version benutzte ich?

Empfehlung

Auf Grund der neuen Lizenzbedingungen von Oracle wird unsere Software aktuell (seit Release 1.14.0_0.x am 11.02.2019) mit einem OpenJDK getestet. Wir verwenden bei unseren Tests das AdoptOpenJDK 8.

Begründung

Das AdoptOpenJDK baut auf dem Quellcode vom OpenJDK von Oracle auf und ist lizenzfrei.

Unter anderem RedHat, als einer der größten Mitwirkenden am OpenJDK, wird Fehlerkorrekturen an Orcale weiterreichen (Infos von RedHat). Damit wird das AdoptOpenJDK diese Korrekturen auch enthalten.

Weiteres Infos dazu sind in diesem Vortrag ab Folie 40 zu finden: Java 11

Wir gehen davon aus, dass die Verwendung des Oracle JDK und des RedHat OpenJDK funktioniert und nicht zu Problemen führt, empfehlen allerdings eigenständige Tests bei einer Umstellung.

Es gibt weiterhin ein Oracle OpenJDK 11, welches aber wegen der fehlenden Kompatibilität zur Version 11 nicht unterstützt wird.

Java Lizenzpflicht

Details von Oracle sind u.A. hier zu finden: End of Public Updates for Oracle JDK 8

Weitere Details und Interpretation der Lizenzbedingungen (von heise aufbereitet) sind hier zu finden:

Java-Champions reagieren auf Spekulationen über das Eintreiben von Java-SE-Lizenzgebühren
(Artikel der Java Champions (Java is Still Free 2.0.0))

Oracle: Ende für öffentliche Updates von Java 8 ab Februar 2019

Application Server (Anwendungsserver) / Webserver / Servlet Container

In der B2B by Practice kommt inzwischen das Spring Framework zum Einsatz. Weitere Services neben der B2B by Practice basieren auf Spring Boot. Dazu folgender Auszug aus der Dokumentation des Spring Frameworks:

Java Doc: org.springframework.web.SpringServletContainerInitializer

Servlet 3.0 ServletContainerInitializer designed to support code-based configuration of the servlet container using Spring’s WebApplicationInitializer SPI as opposed to (or possibly in combination with) the traditional web.xml-based approach.

Mechanism of Operation
This class will be loaded and instantiated and have its onStartup method invoked by any Servlet 3.0-compliant container during container startup assuming that the spring-web module JAR is present on the classpath.

Weiterhin wird in der Entwicklung der B2B selbst ebenso auf die Servlet Api 3.0 gesetzt.

Konkret:

<dependency>
    <groupId>javax.servlet</groupId>
    <artifactId>javax.servlet-api</artifactId>
    <version>3.0.1</version>
</dependency>

MVN Repository Artifact from 2011

Daraus folgt:

Tomcat

Es wird strickt empfohlen als Anwendungsserver einen Apache Tomcat zu verwenden.

Tomcat Version

Es wird mindestens ein Tomcat in der Version 8.5.x vorausgesetzt. Ältere Tomcat-Versionen sind leider nicht mit Java 8 kompatibel.

Für Neuinstallationen empfehlen wir eine aktuelle Version von Tomcat 9 zu nutzen. Versionen älter als Tomcat 8.5 werden nicht unterstützt.

Weitere Informationen: Tomcat Update

SAP NetWeaver

Der SAP Netweaver in der aktuellen Version 7.5 unterstützt die Java Version 8 (Wikipedia) sowie die Servlet Api in Version 2.5. Dementsprechend ist es mit dem SAP NetWeaver nicht mehr möglich eine vollständige B2B (z.B. inkl. Spring-Unterstützung) zu verwenden.

Zur aktuellen Formatumstellung zum Dezember 2019 wird die Verwendung des SAP NetWeavers in der Verson 7.5 noch durch NLI unterstützt.

Neben der bereits im Einsatz befindlichen Servlet Api 3.0 ist für 2020 ein Update auf Java 11 geplant. Dieser Schritt wurde bereits in unserer Roadmap angekündigt.

BIRT-Version

Für Kunden, die unser Reporting mit Birt benutzten, muss die Birt-engine in Version 4.2.1 verwendet werden. Dazu muss sowohl die BIRT-Komponente innerhalb der B2B als auch die auf den Kundensystemen installierte BIRT-Engine in der richtigen Version vorhanden sein. Der Standard-Build tomcat-war wird mit Birt 4.2.1 ausgeliefert.

Siehe hierzu auch: CCM Birt-Installation

“Hardware”-Anforderung

Die meisten B2B-Installationen werden heute auf virtuellen Servern (VM) aufgesetzt, womit “Hardware”-Anforderung nicht ganz treffend ist. Konkrete Anforderungen an die jeweilige VM differenzieren sehr stark abhängig vom Mengengerüst, welches mit der Software verarbeitet werden soll.

Grundsätzlich ist eine B2B auch auf sehr kleinen VMs oder Rechnern lauffähig. Beispielhaft bieten wir in Schulungen eine B2B to Go an, welche direkt vom USB-Stick aus lauffähig ist. Andererseits kann die Anwendung auch auf einer Multiserverlandschaft, mehrere Server mit jeweils mehreren Tomcat-Instanzen, ausgeführt werden.

In durchschnittlichen Installationen laufen die produktiven Systeme zum Beispiel mit 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher, 4 oder 8 CPU Kernen und 500 GB Festplattenspeicher.

Verschlüsselung und Signierung von Nachrichten (Mail und AS/2)

Für die Verschlüsselung und Signierung von Nachrichten (Mail und AS/2) kommt unsere Sicherheitslösung Fastlane Security Server zum Einsatz. Die ab dem 01.06.2017 gültigen (und ab dem 01.01.2018 verpflichteten) Algorithmen für die Verschlüsselung und Signatur sind ausschließlich mit dieser Software Lösung umzusetzen. Dies gilt für die Eingangsverarbeitung solcher Nachrichten (Enschlüsslung und Signaturprüfung) sowie die Ausgangsverarbeitung (Verschlüsselung und Signierung). Ältere Algorithmen sind ggf. noch ohne den Fastlane Security Server anwendbar.

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