Kopieren eines Customizings zwischen zwei Systemen

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1 Zweck des Dokuments

Gelegentlich kommt es vor, dass das Customizing (u.a. Actions, Channels, Extensions, etc.) zwischen Produktiv- und Testsystem stark voneinander abweichen und somit das Nachstellen von Problemfällen auf dem Testsystem nicht mehr möglich ist. Für diesen Fall kann es helfen, das aktuelle Customizing von dem Produktivsystem auf das Testsystem zu übertragen.

Beim Import eines Customizing vom Produktivsystem ist höchste Vorsicht geboten, da die importierten Einstellungen sonst bewirken können, dass z.B. eine B2B-Testumgebung mit einem ISU-Produktivsystem kommuniziert oder Mails vom Produktiv-Postfach abgeholt werden.

2 Export des Customizings

Zuerst sollte ein Export des Customizings vom Produktivsystem erstellt und abgelegt werden.

Der Export muss dananch mit einem TextEditor so bearbeitet werden, dass alle Services deaktiviert werden. Hierfür muss die Serivces.xml dahingehend angepasst werden, dass per Suchen-und-Ersetzten alle Vorkommen von <startup>1</startup> gegen <startup>0</startup> ausgetauscht werden.

3 Import des Customizings

Vor dem Import des Customizings auf dem Testsystem muss sicherheitshalber noch ein Backup des bestehenden Customizings gezogen werden (analog zu oben).

Danach kann das bestehende Customizing auf dem Testsystem durch das von der Produktion ersetzt werden.

4 Überprüfen der Einstellungen

Bevor nun die Services wieder reaktivert werden müssen alle Actions (Action Properties), Services (Service Properties) , Global Properties und Extensions auf systemspezifische Konfigurationen hin überprüft und angepasst werden. Die untenstehende Auflistung dient hierfür als Orientierung (typische Komponenten), jedoch können auf jedem System auch andere Services, o.ä. eingesetzt werden. Diese sollten auf jeden Fall überprüft werden.

Alle oben genannten Einstellungen an Actions (Action Properties), Services (Service Properties) , Global Properties und Extensions müssen im Detail und einzeln geprüft werden. Besser doppelt!

4.1 RFC-Verbindung

Für JCO3:

Für die Konfiguration der RFC-Verbindung(en) zum Backend sind v.a. die 2 Extensions JCO_DESTINATION_DATA_PROVIDER und JCO_SERVER_DATA_PROVIDER anzupassen. Hier müssen entsprechend die Daten zu den Backend-Testumgebungen konfiguriert werden.

Für JCO2:

Hier sind die Anpassungen in den jeweiligen Actions und Services vorzunehmen.

4.2 HTTP-Verbindung

Der http-Service zur Kommunikation mit dem Backen (HttpPlainService) enthält als Serivce-Property die URL des jeweiligen Systems. Diese URL muss auf die Testumgebungen angepasst werden. Zudem sind in der Regel User und Passwort unterschiedlich.

4.3 MailCrawler

Meist gibt es ein separates Testpostfach, welches im MailService konfiguriet werden muss (IP-Adresse / Hostname, Port, Username, Passwort, etc.).

4.4 Mailversand

Damit keine Mails von der Test-B2B an den Markt kommuniziert werden, muss eine Sammeladresse im MailSenderService hinterlegt. Hierfür muss die Service-Eigenschaft B3P_MAIL_TO mit einer beliebigen Sammeladresse konfiguriert werden.

Die Service Properties B3P_MAIL_CC = NONE und B3P_MAIL_BCC = NONE müssen gesetzt sein, damit keine CC und BCC Adressen in der ausgehenden Mail auftauchen.

4.5 FileCrawler und FileWriter

Das Lesen und Schreiben auf Dateiebene muss ebenfalls nach Import des Customizings überprüft werden. Wichtig sind hier vor allem die Pfade zu den Ordnern, von wo Dateien gelesen respektive hingeschrieben werden. Die Pfade sind als Service-Properties definiert.

4.6 SOPTIM

Falls eine Datenbankschnittstelle zu einer Soptim-DB exisitiert müssen die Verbindungsparameter in den Global Properties angepasst werden.

4.7 Cryptoserver

Beim Einsatz eines Cryptoservers müssen die Verbindungsparameter in den Global Properties überprüft werden (SEC_GW_HOST und SEC_GW_PORT).

4.8 AS2

Nach erfolgreichem Import des Customizing müssen die AS2-Partnerbeziehungen noch auf ihre Aktualität in der Testumgebung überprüft werden und ggf. angepasst werden.

4.9 Nodes

Die Verteilung der Dienste auf verschiedene Knoten kann nach dem Einspielen des Customizings womöglich nicht mehr stimmen. Hierfür sollte die Nodes-Konfiguration in den Global Properties geprüft und ggf. angepasst werden.

4.10 Archiv

Ist ein Archiv angeschlossen, müssen auch diese Verbindungsdaten angepasst werden. Diese sind je nach Archivtyp unterschiedlich.

4.11 Reporting

Die Datenbankanbindung des Reportserver muss ebenfalls angepasst werden. (Global Properties)

4.12 Indexe und Logs

Pfade zu den Indizes (Archiv, Volltext, CCM, Systemweiche) und Logfiles (B3P_LOG4J_BASE_DIR) müssen in den Global Properties angepasst werden.

4.13 Extension B3P_REVISION_LOG_CONFIGURATION

Falls vorhanden die Extension B3P_REVISION_LOG_CONFIGURATION anpassen.

5 Aktivieren der Services

Nachdem die Einstellungen für die Testumgebung hinreichend überpüft und angepasst wurden, können die Services sukzessive wieder angeschaltet werden.

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